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Schicksale jüdischer Ärzte aus Nürnberg nach 33

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Buchveröffentlichung

Bernd Höffken
Schicksale jüdischer Ärzte aus Nürnberg nach 1933

Metropol-Verlag, Berlin 2013
ISBN: 978-3-86331-157-5

 

Die „Reinigung der gesamten Gesundheitspflege von Juden“ war das Ziel der Nationalsozialisten, das sie rücksichtslos mit Bürokratie und Gewalt umsetzten. Jüdische Mediziner gehörten zu den ersten Opfern der Judenverfolgung. Dokumente aus den Entschädigungsakten überliefern die Schicksale von jüdischen Männern, Frauen und Kindern, die ausgegrenzt, vertrieben und deportiert wurden. Der Zeitraum reicht von den ersten Ausgrenzungen und dem Verlust der Kassenzulassung 1933 über den Approbationsentzug 1938 und die Enteignungen bis zu den Deportationen derjenigen ärztlichen Kollegen, die nicht auswandern konnten. Die Verfolgung und Vernichtung dieser Berufsgruppe wird am Beispiel der jüdischen Ärzten aus Nürnberg dargestellt.

Es ist eine Würdigung der verfolgten jüdischen Ärzte und ein Bekenntnis zur unheilvollen Vergangenheit des eigenen Berufsstands, wie er 2012 in der Erklärung des Deutschen Ärztetags in Nürnberg formuliert wurde. Damit wird eine weitere Lücke in der Aufarbeitung der jüdischen Vergangenheit speziell für Nürnberg geschlossen.