Frieden für das Morgenland

Nach dem Lied "Wie schön leuchtet der Morgenstern"
von Helmut Sörgel

1.
Wir kommen aus dem Morgenland
Als die Drei Könige bekannt
Mit Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Grüß Gott, ihr lieben Frau'n und Herrn,
Wir woll'n im Airport euch beehrn
Und bringen euch den Frieden.

Freundlich, lieblich, gut und ehrlich, nicht gefährlich, dikutieren
Und mit ihnen räsonnieren.

2.
Wir sah'n den Stern von Betlehem,
Das Kind im Kripplein, nicht bequem,
War unsre größte Hoffnung.

Verblasst ist heut' der große Stern,
Die Stadt belagert von hohen Herrn,
Wir müssen von dort flüchten.

Östlich, ängstlich, abgewertet, stark gefährdet ist die Heimat
längs dem Tigris und dem Euphrat.

3.
Wie furchtbar ist das Kriegsgeschrei
von Bush und Rumsfeld täglich neu
Seit vielen, vielen Wochen.

Ihr Krieg, geplant fürs Morgenland,
Ist eine riesengroße Schand
Und führt die Welt zum Abgrund.

Schrecklich, tödlich, furchterregend, waffensegnend, ohne Gnaden,
Die Gewehre sind geladen.

4.
US-Armee aus deutschem Land
Fliegt für den Krieg ins Morgenland,
Das Völkerrecht gebrochen.

Der Airport Nürnberg ist bereit
Zum Flug der Soldiers nach Kuweit.
Wo bleibt die Stadt des Friedens?

Heimlich, peinlich wird gerodet, ausgelotet für Brigaden,
Grafenwöhr zum großen Schaden.

5.
Lasst ab vom Krieg, ihr großen Herrn,
So folget lieber doch dem Stern,
Dem Weltfrieden zu dienen.

Der Stern scheint für den Orient,
Der Stern schein für den Okzident
Für alle hier auf Erden.

Norden, Süden sollen leben, ohne Beben sich ergänzen
So nur kann die Welt erglänzen.